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Pakt für den Sport |
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Pakt für den Sport
im Mühlenkreis Minden-Lübbecke
Grundzüge einer kommunalen Sportpolitik
Der Kreis Minden – Lübbecke und sein Kreissportbund sind in Nordrhein – Westfalen in der Entwicklung des kreisweiten Sports in mehrfacher Hinsicht führend:
· Der Kreissportbund rangiert mit einem Organisationsgrad von mehr als 40% an der Spitze der Bünde in NRW.
· Seit 1994 konzentriert sich der Kreissportbund durch fortlaufende Veranstaltungen und sportbezogene Angebote. u.a. auf das Segment „Sport und Gesundheit“ und entwickelte in seinem diesbezüglichen: „Handlungskonzept Breitensport“ drei Schwerpunkte:
1. Jugendarbeit in Vereinen und Kommunen mit Ausbildung für die
B-Lizenzierung („Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen“).
Der KSB Minden-Lübbecke ist Koordinierungsstelle für die Ganztags-
betreuung.
2. Seniorensport mit den vielfältigen Angeboten der „Akademie für
Seniorensport“.
3. Qualifizierte Ausbildungsangebote für ÜbungsleiterInnen
Kreis und Kreissportbund bemühen sich darum, dass für die Bevölkerung im
Mühlenkreis ein attraktives Sportangebot flächendeckend bei qualifizierter
Anleitung und im Sinne der Nachhaltigkeit vorgehalten wird.
Die vorliegenden Grundzüge einer kommunalen Sportpolitik gehen von einer dynamischen Regelung wechselseitiger Unterstützung aus. Die zuständigen
Gremien des Kreises und der Kreissportbund beschließen insofern eine konstruktive Partnerschaft, die sich wie folgt beschreiben lässt:
1. Kreis und Kreissportbund leisten realisierbare Beiträge zur Entwicklung einer gemeinsamen Sportpolitik für den Mühlenkreis. Die Partner unter-
stützen sich dabei gegenseitig und stellen insofern die gemeinsamen
Aufgabenschwerpunkte für die kommenden Jahre fest.
2. Dabei gehen sie von folgenden Voraussetzungen aus:
Mehr Menschen als bisher sind im Sinne einer aktiven Bewegungskultur und gesunden Lebensführung - möglichst im Rahmen von Sportvereinen – für die Teilnahme am Sport zu gewinnen. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche und auch für diejenigen, die bisher noch keinen Zugang zum Sport gefunden haben.
3. Hierzu dient ein fachübergreifender Dialog und die Integration des Sports in den zuständigen Gremien.
4. Der Kreis fördert die Arbeit des Kreissportbundes im Rahmen seiner finanziellen und personellen Möglichkeiten.
Der Pakt konkretisiert sich in folgenden Aufgabenbereichen:
1. Sport im Kindes- und Jugendalter
Da Zugang und Einbindung in den Sport im Kindes- und Jugendalter ange-
bahnt werden und die gesundheitliche Bedeutung des Sports und Spiels für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen sehr hohen Stellenwert hat, ergibt sich die Notwendigkeit eines vernetzten, koordinierten Zusam-menwirkens aller Verantwortlichen und Instituionen, vor allem
- der Sportvereine
- Kinder und Jugendliche in Eigenverantwortung
- Eltern und Familien
- Schulen
- Jugendverbände.
Das besondere Augenmerk gilt Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brenn-
punkten, die über die sportbezogene Kinder- und Jugendarbeit bei der Integra-
tion unterstützt und in ihrer Entwicklung verstärkt gefördert werden sollen.
2. Schulsport
Eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schulen und Sportver-einen wird begleitet und gefördert. Die Partner appellieren an Landesre-
gierung und die Kommunen, den in den Stundentafeln vorgegebenen Sport-
unterricht durch die Bereitstellung qualifizierter Lehrkräfte und die erforder-lichen Sportstätten zu gewährleisten. Die Partner unterstützen die Absicht, künftig allen Schülerinnen und Schülern an jedem Tag ein Bewegungs-, Spiel- oder Sportangebot zu machen.
Für den Aufbau des Verbundsystems ‚Schule – Leistungssport’ wird aktiv geworben. Besonders unterstützt werden die entsprechenden Programme, Initiativen und Projekte des Landesregierung und des LandesSportBundes NRW.
3. Qualifizierung im Sport
Die Sicherung, Anerkennung und Stärkung des Ehrenamtes im Sport ist
primär durch die Qualifizierung der Sportfunktionäre und Übungsleiter
Innen zu gewährleisten. Die Partner unterstützen das Ehrenamt im Sport
weiterhin und nachhaltig. Dies gilt insbesondere für die Einbindung, Un-
terstützung und Werbung von Jugendlichen zur Übernahme ehrenamtlicher
Aufgaben in diesem Bereich.
4. Sport für alle
Die Partner begrüßen die Intentionen der Kommunen und Vereine, die
Sportangebote nach den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger zu
gestalten. Im Vordergrund stehen dabei die soziale und gesundheitliche
Prävention, der Breitensport mit seinem Aktionsprogramm sowie der
Leistungssport in enger Zusammenarbeit mit den Fachverbänden. Neue
Sportangebote sind bei Beachtung aktueller Trends einzubeziehen und
übergreifend zu erweitern. Die Entwicklung und Gestaltung der Sport-
angebote wird verstärkt auf der Grundlage von Qualitätsmanagement
und Sportmarketingstrategien fortgesetzt.
5. Sportstätten
Die Partner unterstützen die Kommunen, Sportvereine und –verbände durch die kostenfreie, bzw. kostengünstige Bereitstellung von Sach- und Fachkom-
petenz, die es im Bedarfsfall den veränderten sozialen und sportlichen Be-dürfnissen anzupassen gilt. Gemeinnützige Sportvereine werden vorrangig unterstützt.
Sie setzen sich dafür ein, dem gemeinnützig organisierten Sport die kom-munalen Sportstätten so kostengünstig wie möglich zur Verfügung zu stellen. Die kreiseigenen Sportstätten stehen dem Kreissportbund im Rahmen seiner überregionalen Angebote für die Aus-, Fort- und Weiter-
bildung einschließlich Fachtagungen und Konferenzen nach Möglichkeit
weiterhin kostenfrei zur Verfügung.
6. Verteilung von Ressourcen
Die Partner setzen sich dafür ein, das der Sport bei der Mittelverteilung die
seiner Bedeutung angemessene Förderung erhält, um zu gewährleisten, dass
die spezifisch kommunale Kompetenz des Sports eine sachangemessene Be-
rücksichtigung findet. Die Partner begrüßen dabei die Unterschiedlichkeit von Modellen, um der fortschreitenden Entwicklung gerecht zu werden.
Kreis und Kreissportbund erwarten von den Kommunen, das die über das Gemeindefinanzierungsgesetz zugewiesenen investiven und konsumtiven Fördergelder für die Sportförderung eingesetzt werden.
Appell
Kreis und Kreissportbund versichern sich der gegenseitigen uneingeschränkten Unterstützung bei der Entwicklung des Sports im Mühlenkreis, vor allem auch bei zukunftsweisenden Projekten – auch solchen mit experimentell-innovativem Charakter. Diese Unterstützung vollzieht sich in allen Organisationen des Kreises, vornehmlich im Kultur- und Sportausschuss des Kreises.
Die Partner setzen sich für diese Vorstellungen und deren Umsetzung auch in den Kommunen des Kreises im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ein.
Sie appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises, sich diesen Intentionen anzuschließen und damit den Sport im Mühlenkreis zum Wohle aller und im Sinne der gemeinsamen Ziele ständig weiter zu entwickeln.
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