Attraktive Bewegungsräume im Freien schaffen

Mit einem weiteren Förderbetrag von 500.000 Euro für den Kreis Minden-Lübbecke hat die Staatskanzlei NRW, Abteilung Sport und Ehrenamt, einen zweiten Programmaufruf unter dem Dach des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ veröffentlicht.

Nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ist es der Landesregierung NRW ein Anliegen, durch Förderanreize moderne, zeitgemäße und gesunde Sportstätten und Bewegungsräume mit bewegungsaktivierender Infrastruktur zu schaffen. Dabei geht es nicht alleine um die Installation gänzlich neuer Sportanlagen im Freien, sondern auch um die Modernisierung, die Instandsetzung, die Sanierung, die Ausstattung, die Erweiterung oder auch den Umbau bereits bestehender Anlagen. Von der Neuanlage eines Trimm-Dich-Pfades oder eines Outdoor-Fitness-Geländes über die Ausschilderung von Inline-Skating-, Fahrrad- oder Walking-Strecken, der Modernisierung von Skating- oder Beachanlagen bis hin zu mobilen Outdoor-Geräteparcours ist vieles denkbar und förderwürdig. Ausgeschlossen ist allerdings die Förderung von Kunstrasenflächen.

Eine Zuwendung für ihre Projektideen und –vorhaben können die Mitgliedsvereine des Kreissportbundes, die Stadt- und Gemeindesportverbände im Kreis Minden-Lübbecke sowie die Kreisfachschaften- und fachverbände im und für den Sport im Kreis Minden-Lübbecke beantragen. Darüber hinaus können in dieser Programmphase aber auch die elf Kommunen des Kreises Minden-Lübbecke selbst einen Antrag stellen, genauso wie diesmal auch Fördervereine (z.B. als Betreiber eines Freibades oder eines Badesees) oder gemeinnützige GmbHs. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller als Eigentümer, Pächter oder Mieter wirtschaftlicher Träger der Sportanlage, der Bewegungslandschaft sowie der begleitenden Infrastruktur ist.

Mehrstufiges Antrags- und Auswahlverfahren

Um für das eigene Projektvorhaben eine Förderzuschuss zu erhalten, muss die eigene Projektidee zunächst beim Kreissportbund vorgestellt werden. Hierfür steht im Downloadbereich ein Abfragebogen bereit. Ist die Projektidee dort beschrieben und sind die notwendigen Daten ausgefüllt, erfolgt die Abgabe bis zum 31. Oktober 2021 per E-Mail an den Kreissportbund.

Alle Projektideen werden vom Kreissportbund an den Stadt- oder Gemeindesportverband und an das Sportamt der Kommune, in der das Projektvorhaben angesiedelt ist, weitergeleitet. Der Stadt- bzw. Gemeindesportverband erstellt im November 2021 gemeinsam mit der Kommunalverwaltung eine Prioritätenliste zu den Projekten vor Ort. Diese Prioritätenliste erhält der Kreissportbund bis zum 30. November 2021.

Im Dezember 2021 wird die „Arbeitsgemeinschaft Sportentwicklung im Mühlenkreis“ unter Berücksichtigung der kommunalen Prioritätenlisten und der Förderrichtlinien der Staatskanzlei NRW ein Gesamtförderkonzept für den Kreis Minden-Lübbecke erstellen. Die interessantesten Projektideen werden ausgewählt und mit einer Förderempfehlung zwischen 50 und 90% der vorgesehenen Kosten an die Staatskanzlei NRW weitergeleitet.

Die Staatskanzlei NRW prüft das Gesamtkonzept für den Kreis Minden-Lübbecke und trifft die letztendliche Entscheidung über die Förderung der eingereichten Projektvorhaben. Jeder Antragsteller, dessen Projektvorhaben von der Staatskanzlei NRW positiv entschieden wurde, bekommt hierrüber Nachricht und kann dann im Jahr 2022 den Antrag auf die finanzielle Zuwendung bei der NRW.Bank in Münster stellen. Fertiggestellt sein muss das Projekt spätestens am 31.12.2023.

Weitere, wichtige Informationen zu diesem Programm (z.B. zur Zusammensetzung der AG Sportentwicklung als Auswahljury, zur Zeitschiene, zur Projektvorstellung und vielem mehr) findet sich in den verschiedenen Dokumenten im Download-Bereich. Selbstverständlich können Sie sich mit Ihren Fragen auch jederzeit an unseren Ansprechpartner im Kreissportbund wenden.