Auswirkungen des demografischen Wandels zeigen sich in den Sportvereinen

Weniger Kinder und Jugendliche, mehr Mitglieder über 60 Jahre | Schwimmvereine und DLRG-Ortsgruppen verzeichnen Zuwächse

 

Oftmals lassen sich Trends nur schwer aus einem jährlichen Vergleich ablesen. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen in den Sportvereinen und in bestimmten Sportarten schwankt von Jahr zu Jahr. Der Rückblick auf einen Zeitraum von zehn Jahren lässt hingegen Entwicklungen deutlich erkennen.

In den Jahren 2011 bis 2020 sank die Anzahl der Mitglieder in den Sportvereinen des Kreises von 126.042 in 2011 auf 115.311 im Jahr 2020 (-10.731 Mitglieder). Das entspricht einem Rückgang von 8,51 %. Dabei zeigt die demografische Bevölkerungsentwicklung im ländlichen Raum ihre Auswirkungen auf die Sportvereinsmitgliedschaften: Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in den Vereinen ist um 20,64% gesunken. Im gleichen Zeitraum ist dafür die Anzahl der Vereinsmitglieder im Alter über 60 Jahren um 13,36% gestiegen.

Nach wie vor betreiben die meisten Vereinsmitglieder im Kreis Minden-Lübbecke den „Volkssport Nr. 1“ Fußball, gefolgt vom regional starken Handball. Große Mitgliederverluste mussten die Sportarten Leichtathletik und Volleyball hinnehmen. 11,33% Mitgliederzuwachs konnten dagegen die sechs Schwimmvereine und sieben DLRG-Ortsgruppen verzeichnen.

Viele weitere Zahlen, Daten und Fakten zum Jahr 2020 und zu den kommunalen und sportartspezifischen Entwicklungen 2011 bis 2020 finden sich im Download-Bereich dieser Seite.